Reich werden – der Traum von fast jedem. Doch wie soll das funktionieren? Grundsätzlich ist es nicht unmöglich, aber schwierig.
Dabei gilt: Wenn Sie reich werden möchten, sollten Sie frühzeitig mit dem Investieren beginnen. Viele unterschätzen, wie wichtig der Anlagehorizont ist. In diesem Beitrag geben wir Ihnen neun Tipps an die Hand, mit denen Sie dem Traum vom Reichtum näher kommen.
Wie wird man reich?
Oft will man nicht nur reich, sondern schnell reich werden. Im Jahr 2023 lag die Zahl der Millionäre bei mehr als 2,82 Mio. in Deutschland[1]. Der Vermögensaufbau braucht jedoch Zeit: Glück im Lotto oder ein großes Erbe sind dabei nicht die einzigen Wege, um reich zu werden. Tatsächlich gibt es pro Jahr nur wenige Hundert Lotto-Gewinner. Und lediglich rund 20 % der Millionäre verdanken den Reichtum ihren Eltern oder dem verstorbenen Ehepartner. Denken Sie also langfristig beim Geld anlegen. Mit Geduld kommen Sie ans Ziel.
Der 9-Punkte-Plan im Überblick:
Die Frage „Wie werde ich reich?“ ist nicht leicht zu beantworten. Allerdings gibt es bestimmte Methoden und Tipps, die Sie zum Selfmade-Millionär machen können.
- Die richtige Anlagestrategie
- Die Auswahl der Anlageklasse
- Seien Sie diszipliniert
- Wissen
- Beachten Sie den Zinseszinseffekt
- Bauen Sie verschiedene Einkommensströme auf
- Überdenken Sie Ihre Risikobereitschaft
- Eigenverantwortung
- Intelligente Schulden?
Die richtige Anlagestrategie
Zunächst sollte Ihnen klar sein, dass Sie nur durch harte Arbeit reich werden können. Dazu sollten Sie sich mit dem Vermögensaufbau am besten auch schon tiefergehend auseinandergesetzt haben. Kurz gesagt findet ein Vermögensaufbau in drei Schritten statt:
- Geld verdienen
- Einen Teil des Geldes sparen
- Geld gewinnbringend anlegen
Das Grundprinzip besteht darin, Geld über einen bestimmten Zeitraum zu sparen und zu investieren. Ihr Ziel ist es, am Ende einen beträchtlichen Betrag zu erhalten. Entscheidend für Ihren Vermögensaufbau ist die richtige Strategie. So können Sie zwischen aktivem und passivem Investment in Einzelaktien oder Fonds wählen. Auch Immobilien können eine Möglichkeit sein. Eine Zusammenfassung der bekanntesten Strategien finden Sie hier.
Die Auswahl der Anlageklasse
Ihre Anlagestrategie startet mit dem Aufbau Ihres Portfolios, das verschiedene Anlageklassen umfasst:
- Spareinlagen (Tages- und Festgeld, Sparplan)
- Wertpapiere (Aktien, Anleihen, Fonds)
- Immobilien (Immobilien als Kapitalanlage, Immobilien-Crowdinvesting, Immobilienfonds)
- Rohstoffe (Edelmetalle wie Gold oder Silber)
- Alternative Investments (etwa Private Equity Fonds)
Im Wesentlichen kann Ihr Portfolio eine Vielzahl verschiedener Anlageformen umfassen, von denen Sie eine Wertsteigerung erwarten. Um das Ziel „Reich werden“ zu erreichen, sollten Sie sich auf die langfristige Anlage konzentrieren.
Neben den Chancen auf Kursgewinne bergen Wertpapiere und Anlageobjekte auch Risiken. Als Investorin oder Investor sollten Sie daher stets darauf achten, Ihr Portfolio über verschiedene Anlageklassen zu diversifizieren, um potenzielle Verluste zu minimieren. Gewisse Anlagen bringen per se ein höheres Risiko mit sich – insbesondere alternative Investments. Um reich zu werden sollten hingegen Spareinlagen mit geringem bis keinem Risiko keinen großen Teil Ihres Portfolios ausmachen. Denn hier gleichen Sie oft nur die Inflation aus und machen keinen Gewinn.
Seien Sie diszipliniert
Um dauerhaften Reichtum zu erlangen, sollten Sie diszipliniert sein. Legen Sie regelmäßig Geld zurück, am besten indem Sie einen Sparplan oder einen Dauerauftrag einrichten. So können Sie sich selbst motivieren und disziplinieren. Selbst kleinere Beträge können dabei helfen, langfristig Vermögen aufzubauen. Sie sollten etwa drei Netto-Monatsgehälter als Notgroschen auf einem Tagesgeldkonto anlegen.
Im Anschluss ist es wichtig, dass Sie Ihre Sparquote erhöhen. Reduzieren Sie Ihre Ausgaben. Hinterfragen Sie etwa, ob Sie den größeren Fernseher wirklich benötigen – oder ob Sie das Geld nicht lieber anlegen wollen. Steigern Sie Ihre Einnahmen etwa durch Mietzahlungen bei einem Immobilienkauf oder durch Dividenden bei Aktienkäufen (siehe Punkt 6). Viele Menschen kümmern sich erst zu spät um ihre finanzielle Zukunft. Um Wohlstand aufzubauen, ist es ratsam, frühzeitig
Wissen
Reiche Menschen sind keine finanziellen Analphabeten. Verbessern Sie daher bei jeder Gelegenheit Ihre finanzielle Bildung: Lesen Sie Finanzbücher und Blogs, verfolgen Sie Nachrichten. Fakt ist auch, dass man nicht mehr als durchschnittlich intelligent sein muss, um reich zu werden. Dies äußerte unlängst auch Warren Buffett, der heute zu den reichsten Menschen der Welt gehört. Unser Tipp: Eignen Sie sich stetig mehr finanzielles Wissen an!
Beachten Sie den Zinseszinseffekt
Der Zinseszinseffekt ist eines der hilfreichsten Werkzeuge, um reich zu werden. Zinsen, die auf Ihr Anfangskapital gezahlt werden, verdienen ebenfalls Zinsen. Das heißt: Nicht nur Ihr ursprüngliches Kapital wächst, sondern gleichermaßen die Zinsen, die Sie darauf verdienen.
Wenn Sie also regelmäßig Geld anlegen und die erzielten Zinsen reinvestieren, wächst Ihr Vermögen im Laufe der Zeit exponentiell. Denn die neuen Zinsen werden auch auf die bereits verdienten Zinsen berechnet. Kurz gesagt erwirtschaften Sie also immer größere Gewinne, die wiederum Gewinne erwirtschaften
Bauen Sie verschiedene Einkommensströme auf
Sie sollten sich verschiedene Einkommensströme aufbauen. Dann senken Sie das Risiko, falls eine Quelle einmal versiegen sollte. Beispiele für sinnvolle Nebeneinkünfte sind der Immobilien- oder Aktienmarkt.
Kaufen Sie etwa ein Wohnhaus oder eine Eigentumswohnung, erwirtschaften Sie über die regelmäßigen Mieteinnahmen ein passives Einkommen. Im besten Fall decken die Einnahmen die Finanzierungskosten des Immobilienkaufs – und Sie können eine Immobilie mit einem Gewinn verkaufen. Beachten Sie aber Risiken wie eine mögliche Wertminderung als auch die Instandhaltungskosten. Weitere Informationen über Immobilien als Kapitalanlage finden Sie hier.
Überdenken Sie Ihre Risikobereitschaft
Es kommt häufig vor, dass einige der wohlhabendsten Personen der Welt als „Spekulanten“ bekannt sind. Etwa die Hedgefonds-Größen George Soros und Ray Dalio oder die Investorenlegende Carl Icahn. Sie haben durch geschickte Geldanlagen hohe Summen verdient, obwohl sie bereits über beträchtliches Startkapital verfügten. Letztlich spielt es jedoch keine Rolle, ob Sie 10.000 € oder 100.000 € als Ausgangskapital haben. Wenn Sie konsequent Geld investieren und von Kursschwankungen nicht zurückschrecken lassen, können Sie ein kleines Vermögen aufbauen.
Der Deutsche Aktienindex beispielsweise hat über die vergangenen Jahrzehnte hinweg durchschnittlich 8 % Rendite pro Jahr gebracht. Es lohnt sich also, Ihr Geld in Aktien & Co anzulegen – wenn Sie bereit sind, Kursschwankungen hinzunehmen. Hier ist es sinnvoll, Ihr Geld über mindestens zehn Jahre hinweg anzulegen – um eben diese Kursschwankungen auszugleichen[8].
Eigenverantwortung
Wenn Sie den Wunsch haben, Millionär zu werden, müssen Sie bereit sein, die Verantwortung für Ihr Geld zu übernehmen. Sie sollten also am besten selbst die Kontrolle über Ihre Finanzen behalten.
Finanzberater verfolgen oft eigennützige Interessen, insbesondere wenn sie einer Bank verpflichtet sind oder nach Provisionen arbeiten. Sollte Ihnen das Fachwissen fehlen, kann ein Honorarberater eine gute Alternative sein. Obwohl dieser kostenpflichtig ist, agiert er unabhängig und Sie bezahlen ihn nach Arbeitsstunden oder abhängig Ihres Vermögens – nicht auf Basis erfolgreicher Vertragsabschlüsse. Auf diese Weise können Sie sicherstellen, dass Sie eine hochwertige Beratung und das beste Angebot erhalten.
Intelligente Schulden?
Grundsätzlich sollten Sie stets darauf achten, nicht mehr Geld zu investieren, als Sie verdienen und Schulden zu vermeiden. Allerdings sind nicht alle Schulden unbedingt schlecht. Es scheint zunächst widersprüchlich, Wohlstand zu erlangen und Schulden anzuhäufen. Doch Sie können Schulden als „gute“ Schulden betrachten, wenn sie beim Aufbau von Reichtum helfen. Beispiel: Sie leihen sich zu 3 % Geld, erwirtschaften damit aber 10 % Rendite.
Wichtig ist, die Schulden und das Risiko, die Sie übernehmen, genau im Blick zu behalten. Es wäre unklug, etwa für den Aktienkauf (oder noch riskantere Anlageprodukte) einen Kredit aufzunehmen. Die Märkte sind sehr volatil und Aktien werfen keine regelmäßigen Erträge ab, um den Kredit zurückzuzahlen. Im schlimmsten Fall zahlen Sie ein Darlehen zurück, das Sie zuvor verzockt haben.
